Geschichte des K-Hauses

 1892 wurde das Haus von den Redemptoristen (seit 1833 im ehemaligen Franziskanerkloster tätig) als „Vereinshaus“ für Gesellen, kirchliche Vereine und Kongregationen in Eggenburg erbaut.
Bis zum ersten Weltkrieg waren die Gesellen die Hauptträger des Hauses. Es wurden Theaterstücke zur Aufführung gebracht, man traf sich in Gesprächsrunden. Während des 1. Weltkrieges war ein Lazarett im Haus untergebracht. In der NS-Zeit wurde es beschlagnahmt und für politische Veranstaltungen und Aktivitäten genutzt.
In der Nachkriegszeit beherbergte es eine Malerschule und ging erst in den 50er Jahren wieder an den Redemptoristenorden zurück. In den 50er und 60er Jahren, der Hochblütezeit der Vereine, wurden zahlreiche Theaterstücke aufgeführt bzw. kulturelle Veranstaltungen angeboten.
In den folgenden Jahren wurde das Haus jeweils unterschiedlich stark vom Orden, von der Pfarre oder der Gemeinde genutzt.

1974 war es Ausgangspunkt der Entstehung eines städtischen Jugendzentrums namens „Z“, ehe sich die Jugendlichen ein eigenes Jugendzentrum-Quartier schaffen konnten.

1990 wurde vom Orden der Redemptoristen ein klarer Schwerpunkt für Jugendarbeit gesetzt – das Haus wurde für diesen Zweck renoviert und adaptiert. Erst in dieser Zeit wurde das bisherige „Vereinshaus“ in „Klemenshaus“ umbenannt; benannt nach dem tschechisch-österreichischen Priester, Prediger und Mitglied des Ordens der Redemptoristen Klemens Maria Hofbauer. Er wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt und ist Stadtpatron von Wien (genannt Apostel von Wien). Der Orden wurde 1732 von Alfonso Maria de Liguori in Scala (Italien) gegründet. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert begann die weltweite Ausbreitung. Der Name des Ordens kommt von Jesus, dem Redemptor, was „Erlöser“ heißt.

1991 fand im Klemenshaus und in ganz Eggenburg ein internationales Jugendtreffen des Ordens mit 1700 Jugendlichen aus ganz Europa statt.

1996 war das Klemenshaus Veranstaltungsort des diözesanen Jungschartreffens „Tingl Tangl“, an dem 700 Jungscharkinder und MinistrantInnen teilnahmen.

Von 1995 bis 2000 war die Kath. Jugend Eggenburg im Klemenshaus untergebracht, unter deren Ära es sich einbürgerte, das Klemenshaus kurz „K-Haus“ zu nennen.

Parallel dazu wurde schon an der Weiterentwicklung des K-Hauses zu einem überregionalen Jugendhaus gearbeitet nachdem das 1. Jugendhaus der Diözese – der Schacherhof in Seitenstetten (Mostviertel) – großen Anklang fand und positive Erfolge verzeichnen konnte.

1996 wurde die Idee eines 2. Jugendhauses geboren. So wurde nach einem geeigneten Standort und einem Haus gesucht. Da das K-Haus schon vorher als Jungschar- und Jugendlagerquartier genutzt wurde, wurde es als Diözesanjugendhaus adaptiert. Die Redemptoristen stellten in Folge das K-Haus zur Verfügung – es wurde ein Mietvertrag zwischen der Diözese St. Pölten und dem Redemptoristenorden aufgesetzt.

Im Juli 2002 startete der große Umbau im K-Haus.

Vor dem Umbau


Nach dem Umbau



Heute dient das K-Haus als katholisches Begegnungs- und Bildungszentrum für Jugendliche ab der 5. Schulstufe. Das K-Haus ist ein Treffpunkt für Jugendliche der Region sowie ein Ort für Jugendveranstaltungen und spirituelle Angebote. Die Jugendtreffs bieten Möglichkeit für die Jugendlichen, andere kennen zu lernen, die Freizeit sinnvoll zu verbringen und dabei ihren Hobbies (Film, Sport, Wuzzln, Billard spielen, Internet, kreative Tätigkeiten,...) nachzugehen.